13. Juli 2018

Das zweite Florenz-Album zeigt überwiegend Bilder vom Besuch des Palazzo della Signoria, bekannt auch als Palazzo Vecchio, dessen Turm sich als Alternative zum Ersteigen der Domkuppel anbietet.

 

 

 

 

 

 

 

Der Zweck dieser Gitterroste?

Ganz eindeutig: man hätte „Pech und Schwefel“ auf angreifende Feinde schütten und damit die Einnahme des Palastes verhindern oder zumindest verzögern können.
Auf jeden Fall wäre Zeit gewesen, sich in Sicherheit zu bringen – siehe nächstes Bild.

 

Aus Sicherheitsgründen entsteht nach üblen Erfahrungen mit innerstädtischen Familienkämpfen und Vertreibungen aus der Stadt 1565 im Auftrag von Großherzog Cosimo I. ein Verbindungs- und Fluchtweg, errichtet von Giorgio Vasari, dem Maler und ersten Architekten der Uffizien. Dieser daher Corridoio Vasariano genannte Verbindungsgang führt vom Palazzo della Signoria durch die Uffizien, über den Ponte Vecchio und jenseits davon durch, hinter und zwischen Häusern bis zum Palazzo Pitti. Dort steht der Familie Medici der wunderbare Boboligarten zur Verfügung, bei Bedarf aber auch der Weg in die Sicherheit der Fortezza di Belvedere und hinaus ins freie Land.

Den Corridoio Vasariano beabsichtigt der derzeitige deutsche Direktor der Uffizien erstmals der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ich hatte das Glück, ihn bereits 1970 einmal erkunden zu können.