Präsident Trump droht mit „Kriegsverbrechen“, mit der Zerstörung von Kulturstätten des Iran, begibt sich auf die barbarische Ebene des IS. Erneut erweist er sich als Elefant im Porzellanladen der Diplomatie und politischen Vernunft. Womit ich ein kluges Tier beleidige, das kein Trampel wie Trump ist.

Wie gut, dass sich von allen Seiten scharfer Protest erhebt. Darunter auch von amerikanischen Kulturinstitutionen. An erster Stelle das Metropolitan Museum of Art, das Kulturschätze aus aller Welt präsentiert. Und dort an seiner Spitze Protest von Max Hollein, der in Deutschland als Direktor des Städel Museum in Frankfurt in bester Erinnerung ist.

Es folgt eine Auswahl von Orten des Iran, die vielfach zum UNESCO Welterbe zählen. Ich besuchte sie im Frühjahr 2009.

Shiraz, Stadt der Dichter, der Liebe, Rosen und Gärten, Nasir-al-Molk Moschee, auch Rosenmoschee genannt 

Shiraz, die Zitadelle Arg-e Karim Khan, früher von einem Graben umgeben, einst Regierungssitz und Wohnpalast ähnlich einer Karawanserei, im Inneren Wasserspiele und üppige Gärten

Shiraz, Shah Cheragh-Mausoleum

Shiraz, tulpenförmige Kuppel über dem Shah Cheragh-Grabmal aus dem 12. Jh.

Parseh, griechisch: Persepolis, bedeutende vorislamische Stadt, gegründet von Darius dem Großen um 518 v. Chr., zerstört 331 v. Chr. von den Truppen Alexander des Großen als Strafe für den Angriff der Perser – hier der Hauptzugang zur Terrassenanlage mit dem Tor aller Länder

Persepolis, die Stadtterrasse mit Resten der im 4. Jh. V. Chr. zerstörten Anlagen

Persepolis, Sattelkapitell in Form eines Greifenprotom

Persepolis, Apadana: am Empfangspalast der achämenidischen Herrscher treten über 20 tributpflichtige Völkerschaften in Reliefs des Treppenbereichs auf.

Assyrer bringen zwei Widder als Tribut.

Persepolis, Apadana: barhäuptige Ionier mit Wollknäuel und Stoffbahnen

Von der Apadana stammt auch das Audienzrelief des Darius – hier ein Waffenträger hinter dem Herrscher (heute im Nationalmuseum in Teheran)

Von der Apadana: zwei Wachsoldaten von der Unsterblichen Garde vom Audienzrelief des Darius (heute im Nationalmuseum in Teheran)

Persepolis, nördlich der Zisterne das 40 m höher gelegene Felsgrab Artaxerxes‘ II.

Nasqh-e Rostam bei Persepolis, achämenidische Felsgräber und sasanidische Rliefs – vorne ein Turmbau, wohl ein Feuerheiligtum

Felsgrab Darius I., darunter Reiterkämpfe, 4. Jh. Links davon eine unglaubliche Szene: dem Sieger und Herrscher Shapur I. unterwerfen sich die römischen Kaiser Philippus Arabs und Valerian.

Pasargardae, ehem. Residenzstadt der Achämeniden in 1.900 m Höhe – hier das Grabmal von Kyros II. dem Großen, begonnen im 6. Jh. v. Chr. Von Alexander dem Großen verschont. In islamischer Zeit als Grabheiligtum der Mutter Salomos verehrt.

Isfahan, Meydan-e Imam, mit 150 x gut 500 m einer der größten und schönsten Plätze weltweit. Links die ShaihkLotfollah-Moschee, in der Mitte die Imam-Moschee mit ihrem Eingangsiwan und rechts der Ali Qapu-Torpalast.

Masdijd-e Imam mit ihrem Toriiwan früh am Morgen

Masdijd-e Imam, königliche Moschee Sha Abbas‘ des Großen, 1616-30 erbaut, zur Seite nach Mekka ausgerichtet

Shaikh Lotfollah-Moschee, benutzt als Privatmoschee der Königsfamilie, daher ohne Minarette, auch Frauenmoschee genannt

Stalaktititenverzierung am Eingangsiwan der Shaik Lotfollah-Moschee

Picknick und Entspannung bei der Allah Verdi Khan-Brücke über den Zayandehrud, benannt nach dem Heerführer Abbas‘ I., erbaut 1602