9. November 2019

Zur Einstimmung auf die Ausstellung „Degas à l‘Opéra“ ein Bild des Tanzes von Jean-Baptist Carpeaux (1827-1875) in der ehem. Bahnhofshalle, heute Musée d‘Orsay: der Originalgips von 1868 für die Skulptur an der Fassade der Opéra Garnier, einem Lieblingsort von Edgar Degas (1834-1917). 
So ähnlich stelle ich mir in Stuttgart Tamas Detrich bei der Arbeit mit seinen Tänzerinnen vor oder auch Gauthier Dance.

Als erstes ein Wiedersehen mit guten Freunden aus dem Städel Museum, den „Musikern“, gemalt 1872-73, derzeit zu Gast in der schönen Ausstellung „Degas à l‘Opéra“.

Ein weiteres vertrautes Gesicht in Paris, die aparte Tänzerin Joséphine Gaujelin, sonst in der Hamburger Kunsthalle, gemalt 1867.

Die Auseinandersetzung und kühne Gestaltung Degas‘ mit dem Thema Tanz wird in einer großartigen Abfolge von Schlüsselwerken präsentiert: hier „Kulissen“ oder „Gelbe Tänzerinnen“ von 1874-76 aus dem Art Institute of Chicago.

„Ballett“, 1876-77, Paris, Musée d‘Orsay

„Drei Tänzerinnen in den Kulissen“, 1880-85, Tokyo, The National Museum of Western Art

„Gruppe von Tänzerinnen“, gegen 1898, Edinburgh, National Gallery of Scottland

Zur Stärkung ein Kaffee im 5. Stock des ehem. Bahnhofs angesichts seiner Uhr, die spiegelbildlich 11:20 anzeigt.

Der anregendste Bahnhof = Museumsbau der Welt: PO bedeutet hier übrigens Paris-Orléans. Das war die Hauptverbindung in Richtung SW, in „unser“ Loire-Tal um die Städte Blois und Tours, deren Namen sich auch an der Fassade finden.