21. September 2019

Nach Tobias Rehbergers „Probegrube“ beim Schauspielhaus Stuttgart, mit der der Künstler von wenigen Wochen das Thema Stuttgart 21 geistvoll und farbenfroh kommentierte (vgl. Beitrag 46), gibt es nun ein einmaliges Theaterereignis in der wirklichen Baugrube des künftigen Stuttgarter Bahnhofs.

Vom 19. bis 22. September 2019 spielt dort „MOTOR CITY SUPER STUTTGART“ mit dem Untertitel „Mutmachende Dystopie-Sinfonie von und mit Schorsch Kamerun und ganz vielen utopiefreudigen Stuttgarter*Innen“.

Auf künftigen Bahngleisen finden sich Spielstätte, Orchester und Zuschauer zusammen. Der Bauarbeiter/Investor entpuppt sich bald als Schauspieler (Robert Jozic), der später auch als Astronaut auftritt.

Die großartige Kulisse unter den riesigen Kelchstützen läßt erahnen, was dieser Ort wohl einmal werden wird: die „Elbphilharmonie“ unter den Bahnhöfen !

Über blau leuchtende Kopfhörer werden alle Zuschauer von den Rhythmen des Orchesters berauscht und geflutet sowie von dem drängenden Sprechgesang Schorch Kameruns durch die Szenenfolge und Fülle von Gedankensplittern geführt.

Alles mögliche Volk tritt auf: Vogelmensch mit Schildkrötenpanzer, Glitzerlady, ein Brautpaar unter einem Regenbogen und vieles mehr. Auch eine Arie von Händel ist zu hören.

Schließlich taucht afrikanischer Besuch aus der Wilhelma auf und eine schöne Geschichte wird vorgetragen. Nachts kommen Elefanten und Giraffen zum Schwimmen in die Baugrube und zur Beseitigung des Sternzeichens auf dem Bahnhofsturm.

Vorne hat während der Aufführung eine junge Künstlerin ein Werk aus farbigem Sand gestaltet.

Schließlich taucht afrikanischer Besuch aus der Wilhelma auf und eine schöne Geschichte wird vorgetragen. Nachts kommen Elefanten und Giraffen zum Schwimmen in die Baugrube und zur Beseitigung des Sternzeichens auf dem Bahnhofsturm.

Die professionellen Schauspieler und ihre überwiegenden Laienkollegen freuen sich an sich selbst und mit den Zuschauern über einen gelungenen Abend.

Die Giraffe nähert sich dem Turm, der Stern bangt um sein Leben.