5. Mai 2019

Was für ein Tag, Ort und Kunsterlebnis !

Der Tag: 
ein herrlicher Sommersonntagmorgen und Feier des Nationalfeiertags von Polen, das 1791 als zweites Land nach den USA eine Republik wurde. Das wird 2019 auch in Valldemossa begangen – auf Einladung der polnischen Generalkonsulin von Barcelona.

Ein Blick vom Terrassengarten der Kartause in Richtung Palma

Der Ort:
Valldemossa, weltbekannt nur dank Frederik Chopin, der hier in der Kartause 1838/39 zwei knappe Monate bei problematischer Gesundheit mit der Dichterin George Sand und ihren halbwüchsigen Kindern verbrachte. Angefeindet von der Dorfbevölkerung, die von dem ungleichen Paar irritiert waren: von ihrem Lebensstil, einer Frau, die gerne in Männerkleidung mit Zigarre auftrat und dem kränklichen jüngere Mann.

Das Kunsterlebnis:
Die Kartause war 1835 säkularisiert worden. George Sand mietete Klosterzellen. Heute sind die zwei Räume Chopins fast Pilgerorte.

Und ausgerechnet hier gibt es für ca. 40 geladene Gäste ein Chopin-Konzert von dem Warschauer Pianisten Pawel Kowalski. Ein tief ergreifendes Erlebnis, nicht nur wenn man sich dabei Chopins Anwesenheit in den gleichen Räumen vor gut 180 Jahren und seine damaligen kläglichen Lebensverhältnisse vergegenwärtigt.

Was für ein Tag, Ort und Kunsterlebnis !

Applaus für den Pianisten Pawel Kowalski unter Chopins Bildnis

Dem Konzert folgt ein kleiner Empfang von Polen für Mallorquiner, weitere Spanier, Deutsche und Vertreter anderer Nationen. 

Solche Ereignisse stabilisieren Europa in einer kritischen Phase.

Eine derartige Pracht auf der kleinen Terrasse vor den ehem. Mönchszellen hat Chopin leider in seinen Wintermonaten nie erlebt.

Gespräch mit dem Pianisten Pawel Kowalski

Der Klostergang zu Chopins und George Sands ehem. Mönchszellen

Der kleine Klosterhof der Kartause

Rückblick auf die Kartause nach einem unvergesslichen Kunsterlebnis